entspannungdoDie Stille ernährt, der Lärm verbraucht![]()
Meditation hilft ...
Der Begriff Meditation stammt aus dem lateinischen (meditatio) und bedeutet Nachdenken. In den meisten Religionen werden Meditationen von je her als Übungen religiöser oder spiritueller Vertiefung durchgeführt. Meditationen westlicher Prägung sind spezielle Gebetsformen, in denen die Vertiefung in religiöse Themen gesucht wird. In den bekannten fernöstlichen Religionen wie dem Buddhismus, Hinduismus oder Taoismus wird durch Meditation die Versenkung in spezielle Bewusstseinszustände trainiert. Im Zuge der Wellness- und Gesundheitsbewegung werden Meditationstechniken heute überwiegend als nicht religiös motivierte Methoden zur Stressbewältigung und zur Entspannung eingesetzt. In alten Aufzeichnungen hat man weit mehr als 100 verschiedene Meditationsformen gefunden. Einige, etablierte Formen sind:
Übungen zur meditativen Entspannung werden in den verschiedenen Meditationsformen stets in ähnlicher Weise durchgeführt. Übrigens: am Ende dieses Artikels finden Sie eine kleine Beispiel-Übung . Ausgangspunkt für nahezu jede Meditation ist die Einnahme einer meditativen Körperhaltung, Sitz- oder Liegehaltung. Welche dieser Körperhaltungen eingenommen wird, ist von der Beweglichkeit des Menschen oder von der räumlichen Umgebung abhängig. Die am meisten genutzte Haltung ist der Schneidersitz, gefolgt vom Diamantsitz ( einer Art des Kniens). Man kann aber auch einen normalen Stuhl benutzen, oder ein spezielles Meditationsbänkchen. Entsprechend werden diese Meditationshaltungen auch Stuhlsitz bzw. Bänkchensitz genannt. Und für die Geübten, die ganz 'Harten' gibt es den Lotussitz.
Es folgt die Konzentration auf den Körper, die Atmung und den Kontakt zum Boden. Anschließend wird die Aufmerksamkeit auf ein bestimmtes Objekt, auf den Körper, einen Klang oder auf ein bedeutsames Wort (Mantra) gelenkt. Durch die geleitete Konzentration wird der Übende von Stör- und Außenreizen sowie von stresserzeugenden Gedanken abgelenkt. Nicht bei jeder Meditation muss übrigens das Mantra 'Oohm' benutzt werden, das Ihnen jetzt sicherlich eingefallen ist. Diesem Mantra kommt jedoch eine ganz spezielle Bedeutung zu, die in manchen Übungen unabdingbar ist! Eine weitere Variante der Meditation ist das Gehen. In völliger Konzentration auf Bewegung und Atmung erreicht man hier eine innere Versenkung. Man geht entweder mit langsamen, ausholenden Schritten oder setzt ebenfalls langsam die Füße jeweils so voreinander, dass Zehen und die Hacke des anderen Fußes sich berühren ( langsam und ohne dabei zu wackeln! Die Hände legen Sie auf den unteren Bauch oder in Gebetsform vor die Brust in Herzhöhe. Probieren Sie's mal).
Zu den Meditationen gehört auch das meditative Tanzen. Schon am Namen ist der Zusammenhang erkennbar. Mit einfachen Schrittfolgen konzentrieren sich die 'Tänzer' auf sich selbst und lassen automatisch störende Gedanken weg ( Auch wieder ein Entspannungseffekt). So ganz nebenbei fördert die Bewegung den Kreislauf und die Elastizität von Sehnen und Muskeln. Bei regelmäßiger Meditations-Übung können so mit allen angebotenen Techniken tiefe Entspannungszustände erreicht werden.
Neugierig geworden?
Hier eine kleine Meditationsübung für zu Hause: Setzen oder legen Sie sich an einen ruhigen, bequemen Ort. Nehmen Sie sich eine 'Auszeit' von ca. 10 Minuten von Ihren Lieben und Ihrer Umwelt. ( vielleicht stellen Sie sich einen Wecker oder bitten jemanden, Sie nach ca. 10 Minuten vorsichtig anzusprechen) Genießen Sie die Stille um sich herum. Konzentrieren Sie sich 5-10 Minuten nur auf Ihre Atmung. Beobachten Sie, wie sich Ihre Bauchdecke beim Einatmen hebt .. und beim Ausatmen wieder senkt. Halten Sie Ihre Gedanken nicht fest - sie werden im Moment nicht gebraucht. Achten Sie nur auf Ihre Atmung und Ihre Bauchdecke ... wie sie sich beim Einatmen hebt .. und beim Ausatmen wieder senkt ... hebt ... und senkt ...
Genießen Sie das angenehme Gefühl, einfach nur dazusitzen oder dazuliegen und dem Kommen und Gehen Ihres Atems nachzugehen. Wenn Ihre Gedanken abschweifen, ist das nicht schlimm. Kehren Sie einfach wieder zu Ihrem Atem zurück. Erzwingen Sie nichts! Vielleicht ist es für Sie hilfreich, zu zählen: Zählen Sie beim Einatmen -1- und beim Ausatmen -2-, beim nächsten Einatmen -3- usw. Wenn Sie bei -10- angekommen sind, beginnen Sie wieder mit der -1- .
Merken Sie, wie Ihre Gedanken sich beruhigen oder wie sie vielleicht sogar ausbleiben?
Nach dem Meditieren kommen Sie bitte wieder langsam zurück in die Wirklichkeit. Springen Sie nicht sofort auf, sondern spüren Sie dem Erlebten nach, bewegen Hände und Füße und recken und strecken sich eine Weile bevor Sie wieder aufstehen.
Verantwortlich für den Inhalt dieser Seite ist ausschließlich der Autor dieser Homepage, kontaktierbar über dieses Formular! |

Regelmäßige Entspannungs- und Meditationsübungen sind ein hilfreicher Weg, um den alltäglichen Stress zu bewältigen. Gerade meditative Methoden bieten eine gute Möglichkeit, gedanklich zur Ruhe zu kommen und das innere Gleichgewicht wieder herzustellen.