Musik als Entspannung

Musik als Entspannung – wie soll das gehen?

Musik bewirkt Erstaunliches: Sie kann fröhlich oder traurig stimmen, hilft bei der Entspannung, regt beim Bummeln die Kauflust an. Sie hilft beim Zahnarzt gegen die Angst oder macht im Fernsehen den Thriller erst so richtig spannend. Musik weckt Emotionen, kann glücklich machen und der Gesundheit auf die Sprünge helfen.

Deshalb ist die Wirkung von Musik in der Therapie und auch bei Entspannungsübungen ganz einfach zu erreichen: Musik entsteht im Kopf, wirkt aber im Körper. Wenn wir singen, musizieren oder einfach nur zuhören, passt sich der Körper dem Takt der Töne an. Musik dirigiert z.B. den Rhythmus des Herzschlags, den Blutdruck, die Funktion von Stresshormonen und Nerven sowie auch das Schmerzempfinden – das ist wissenschaftlich erwiesen.

Was hat die Wissenschaft zur Musik festgestellt?

Realistisch betrachtet handelt es sich um körperliche Reaktionen, die Teil der Aktivität des Gehirns sind. Bekannt ist etwa, dass beim Hören von Musik ebenso wie beim Musikmachen Endorphine ausgeschüttet werden. Das sind die kleinen Glückshormone. Diese treten allerdings nicht nur in Verbindung mit Musik auf, sondern auch bei so banalen Handlungen wie dem Bestellen einer Pizza. Schon bevor Musik bewusst wahrgenommen wird, verarbeitet der Körper sie im Hirnstamm. Das ist der älteste Teil des Gehirns der auch die Gefühle verarbeitet. Bevor das Signal unser Bewusstsein erreicht, wird es zwischen vier und fünf Mal an verschiedenen Stationen umgeschaltet, gefiltert und ergänzt. Was dann am Ende in unserem Bewusstsein ankommt, hängt stark von unseren Vorerfahrungen ab. Das erklärt, warum manche Musik den Zuhörer begeistert während ein Anderer am Liebsten dabei weglaufen würde.

Was macht Musik zur Entspannungsmusik?

Es gibt sehr unterschiedliche Musikrichtungen mit dem Etikett ‚Entspannung‘: New Age, Wellnessmusik, Lounge-Music oder Radiosender wie Relax. Ruhige Lieder sind nicht gleich Entspannungsmusik. Ohne Zweifel kann man bei dieser Art von Musik durchaus runterkommen. Aber echte Entspannungsmusik ist anders.

Entspannungsmusik ist eine Wohltat für Körper und Seele. Sie hat ein ruhiges Tempo von etwa 60 Schlägen pro Minute. Das entspricht in etwa dem Ruhepuls. Dieses mäßige Tempo der Musik wird als Musiktonus bezeichnet – und hier liegt auch gleich die Erklärung: Die Gehirnwellen gleichen sich dem gehörten Tonus der Musik an. Der Mensch entspannt also durch den Rhythmus in Ruhepulstempo und dem Hören von bekannten Tonfolgen.

Entspannungsmusik hat keine großen Tempoänderungen und sollte instrumental sein – also möglichst kein Gesang.

Oft werden als Entspannungsmusik Klänge und Geräusche aus der Natur verwendet. Es gibt Vogelzwitschern, Walgesänge, Meeresrauschen oder das Rauschen von Bäumen im Wind.

Welche Musik entspannt am besten?

Auf Grund der oben geschilderten Vorgänge im Gehirn fällt die Entspannung bei jedem Menschen anders aus. Wenn Sie vielleicht Musikstücke als nicht besonders schön empfinden – sie wirken trotzdem entspannend. Deshalb wird man unterschiedliche Stücke hören müssen, bevor man seinen Favoriten findet.

Zwei meiner Favoriten sind: Quell der Heilung 1 von Rainer Lange ( hier 6 Minuten Hörprobe) und Meer von Martin Buntrock ( hier der Trailer ). Bei passenden Themen in meinen Kursen zur Entspannung verwende ich diese Titel sehr gerne.
Und hier zum Abschluss noch ein Titel in voller Länge, gefunden auf YouTube. Dieser Titel eignet sich zum Entspannen und ist aber auch ideal für Meditationen.
So, ich bin dann mal weg.

 

 

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